Rundschreiben des Rektors vom 24. April 2020

Liebe Damen und Herren,

am Ende dieser ersten Woche des Semesterbetriebes in einer für uns alle recht schwierigen und an den Nerven zehrenden Situation möchte ich mich an Sie alle wenden. Nicht zuletzt auch deshalb, weil von verschiedener Seite der Bedarf besserer Kommunikation und Information laut geworden ist.

Es tut mir leid, wenn insbesondere unsere Studierenden signalisieren, dass sie sich in ihren Fragen und aktuellen Schwierigkeiten zu Beginn dieses Semesters offenbar nur unzureichend wahrgenommen fühlen. Zugleich bitte ich aber auch um Verständnis dafür, dass momentan eben für uns alle eine Ausnahmesituation herrscht und gerade auch die Organisation der digitalisierten Lehre von einigen sehr souverän, von anderen erst selbst lernend und suchend erfolgt.

In jedem Fall aber möchte ich allen herzlich danken, die sich sowohl als Lehrende und Lernende wie auch als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie im Sekretariat nach Kräften darum bemühen, dieses außergewöhnliche Sommersemester 2020 am Ende doch hoffentlich erfolgreich über die Bühne zu bringen.

 

Einige Punkte möchte ich noch kurz ansprechen:

  1. Soweit dies nicht schon geschehen ist, bitte ich alle Lehrenden darum, bis spätestens Ende der nächsten Woche mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihrer Lehrveranstaltungen über StudIP oder per Mail Kontakt aufzunehmen und zu erläutern, wie die Veranstaltung jeweils konkret (in digitaler Form) ablaufen wird. Ob es nach Pfingsten unter entsprechenden Schutzmaßnahmen zu vereinzelten Präsenzveranstaltungen kommen kann, lässt sich derzeit nur hoffen, aber nicht definitiv sagen.
  2. Gestern hat sich ergeben, dass es wohl doch möglich sein wird, ebenfalls natürlich unter strengen Schutzmaßnahmen, die Sprachkurse Latein und Griechisch, die wir in Kooperation mit dem Felixianum anbieten, in den Räumen des Bischöflichen Priesterseminars durchzuführen. Nähere Informationen dazu erfolgen in Kürze.
  3. Studiendekan Prof. Gradl und Frau Petra Beck sind bereits dabei, die Planung für die Prüfungen vorzunehmen. Da die zu Beginn dieses Semesters entfallenen Prüfungen des WS 2019/20 ja noch ausstehen, wird der Prüfungszeitraum am Ende dieses Sommersemesters aller Voraussicht nach auf insgesamt drei Wochen ausgedehnt werden. Studierende, die noch mehrere Prüfungen aus dem vergangenen WS zu absolvieren haben, möchte ich schon jetzt darum bitten, Ihre Planungen so zu treffen, dass sie sich erst einmal auf die nachzuholenden Prüfungen konzentrieren und eben dann für die Prüfungen zu den Lehrveranstaltungen dieses Sommersemesters eine für sie machbare Verteilung auf die beiden Prüfungszeiträume (Ende SoSe 2020, Beginn WS 2020/21) vornehmen, d.h. eventuell stärker den zweiten Prüfungstermin nutzen.
  4. Leider ist es uns in diesen ersten Wochen des Semesters auch nicht möglich, wie gewohnt miteinander Gottesdienst zu feiern. Angedacht ist, dass wir uns eventuell am 6. Mai zu einer Maiandacht im Freien treffen - sollte dies möglich sein, ergeht noch einmal eine gesonderte Einladung. In einem Gespräch mit Herrn Peter Moosmann vom Mentorat hatte ich auch überlegt, ob es nicht vielleicht sogar die Möglichkeit geben könnte, einen gemeinsamen Wortgottesdienst via Zoom-Meeting oder ein anderes brauchbares Medium zur nicht nur eingleisigen Kommunikation miteinander zu feiern. Hier bitte ich die kreativen Liturgen und "digital natives" unter Ihnen (zu denen ich selbst eher nicht gehöre) um Unterstützung und Vorschläge.
  5. Ebenfalls gestern habe ich die Einladungen zu den Probevorträgen an die Kandidatinnen und Kandidaten für die Wiederbesetzung der Lehrstühle Kirchenrecht und Pastoraltheologie versandt. Die fünf Probevorträge im Kirchenrecht werden am 23. Juni in der Promotionsaula stattfinden; die drei Probevorträge im Fach Pastoraltheologie gleich darauf am 24. Juni. Es versteht sich von selbst, dass wir auch für diese Präsenzveranstaltungen die nötigen Schutzmaßnahmen treffen werden. Meine Bitte: Notieren Sie sich die beiden Termine! Es würde mich freuen, wenn doch zumindest ein kleinerer Kreis auch der Studierenden bei diesen Vorträgen anwesend sein könnte.

Soweit meine Rundmail für heute. Haben Sie hoffentlich auch Verständnis dafür, wenn ich jetzt nicht damit beginne, in eng getakteter Regelmäßigkeit zu schreiben. Und scheuen Sie sich nicht, bei Fragen und Problemen sich an das Rektorat sowie auch die Kollegen und die Damen unseres Sekretariates zu wenden. Ich bin sicher, dass alle nach Möglichkeit gerne Auskunft geben und weiterhelfen.

In diesem Sinne wünsche ich ein trotz Corona-Zeiten schönes Wochenende, einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die zweite Woche des Semesterbetriebes, die dann hoffentlich schon etwas weniger holprig für uns alle verläuft.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Johannes Brantl